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15.09.2013

Politiker in Friedrichsthal kommen der Jugend entgegen

Vereinbarungsgespräch im Gerätehaus der Feuerwehr mit guter Beteiligung


25 engagierte Jugendliche aus Friedrichsthal sowie vier Verantwortliche aus der Lokal- und Kommunalpolitik haben am Sonntagmittag in Friedrichsthal am Vereinbarungsgespräch teilgenommen. Für den Regionalverband war Direktor Peter Gillo anwesend, die Stadt Friedrichsthal wurde von Bürgermeister Rolf Schultheis sowie den Stadtratsabgeordneten Anja Wagner-Scheid (CDU) und Horst-Henning Jank (Grüne) vertreten. Des Weiteren waren auch Mitarbeiter des Jugendamts sowie Mitglieder des AK Jugendfreundliches Friedrichsthal anwesend.
Nach knapp drei Stunden intensiver moderierter Diskussionen haben sich die Beteiligten auf folgende Punkte geeinigt.

  • Das Jugendzentrum von Friedrichsthal soll mit Hilfe der Jugendlichen eine verschönerte Fassade erhalten. Diese soll einen neuen Anstrich bekommen, auch mit Hilfe eines Graffiti-Künstlers. Die Jugendlichen sind zur tatkräftigen Mithilfe bereit, die Stadt wird die Kosten prüfen und sagen, wie viel Geld sie dafür aufbringen kann. Bis zum Sommer 2014 soll die neue Fassade stehen. Auch um zerstörte und gestohlene Einrichtungsgegenstände wird sich das Jugendamt des Regionalverbands in naher Zukunft kümmern und sich um Ersatz bemühen.
  • Den Jugendlichen in Friedrichsthal soll die Möglichkeit geboten werden, einen Zeltplatz zu nutzen. Dazu wollen die Verantwortlichen der Stadt und auch die Jugendlichen in Verhandlungen mit den Friedrichsthaler Pfadfindern treten, um deren vorhandene Infrastruktur anmieten zu können. Am Jugendzentrum soll es im kommenden Jahr ein „Probezelten“ geben, mit dem geklärt werden soll, ob es generell möglich ist, dort zu zelten. Dazu wird es auch eine Aufklärungs- und Informationskampagne für die dortigen Anwohner geben.
  • Die Busverbindung von Bildstock nach Friedrichsthal soll verbessert werden. Bürgermeister Schultheis setzt sich dafür ein, dass im Zweckverband ÖPNV der Stadt über die Erweiterung der Nachtbuslinie 11 bis Bildstock debattiert wird. Die Busse, die tagsüber fahren sind nicht gut mit den weiteren Verbindungen z.B. nach Saarbrücken organisiert. So kommt es nach Berichten dazu, dass die Jugendliche ihren nächsten Bus grade noch wegfahren sehen. Auch die Optimierung des Zusammenspiels der verschiedenen Buslinien, die von verschiedenen Busgesellschaften bedient werden, will Bürgermeister Schultheis im entsprechenden Ausschuss ansprechen und über die Ergebnisse berichten.
  • Der Alkoholkonsum von Minderjährigen auf öffentlichen Plätzen soll eingedämmt werden. Dies war eine ausdrückliche Forderung der Jugendlichen an die Politik. Vor allem auf dem Marktplatz, an der dortigen Bushaltestelle sowie an Schulen und im Park sind Alkohol trinkende Jugendliche keine Seltenheit. Dagegen will das Jugendamt mit Aufklärungskampagnen vorgehen. Dennoch, so die Meinung der Politiker, ist nicht nur die Schule sondern auch die Gruppen dafür verantwortlich, dass der Konsum von Alkohol nicht ausufert. Die Jugendlichen verpflichten sich zu Zivilcourage und wollen verstärkt darauf achten, in welchen Geschäften Minderjährige trotz Verbot Alkohol kaufen können. Solche Fälle werden sie dann per Mail an das Jugendamt melden, das dann weitere Schritte gegen die Verkaufsstellen unternimmt.
  • An einem Tunnel im Stadtgebiet soll bei einem Ortstermin die berichtete mangelhafte Beleuchtung geprüft werden. Dort trauen sich viele Jugendliche nicht durch und es besteht die Gefahr von zu schnell fahrenden Autofahrern nicht oder zu spät gesehen zu werden. Die  betroffenen Mitglieder der THW-Jugend sollen dazu mit eingeladen werden.

DingDeinDorf wird die Ergebnisse des Vereinbarungsgesprächs in den kommenden Wochen und Monaten kontrollieren und den Fortgang der ausgehandelten Vereinbarungen dokumentieren.


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