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16.10.2013

DingDeinDorf im Bereich Köllertal und obere Saar

Kinder und Jugendliche vergeben die Durchschnittsnote "befriedigend" (3,2) für die Jugendfreundlichkeit in den untersuchten Gemeinden und Städten.

DDD

Die Gemeinden im Bereich Köllertal und obere Saar-Kleinblittersdorf, Riegelsberg, Völklingen und Großrosseln werden von den Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 21 Jahren im Durchschnitt mit der Schulnote befriedigend (3,2) bewertet.
Das ist das Ergebnis der Befragungen die DingDeinDorf in den letzten Wochen und Monaten durchgeführt hat. Dabei zeigt sich, dass die Befragten in Kleinblittersdorf deutlich zufriedener mit der Jugendfreundlichkeit und Jugendtauglichkeit sind (2,8), als die Völklinger (3,4), die Großrosseler (3,5) und die Riegelsberger (3,1).

Kleinblittersdorf hat mit einer Gesamtnote von 2,8 bei der Kinder- und Jugendfreundlichkeit ein Ergebnis im vorderen Drittel der Bewertungen im Saarland erreicht. Besonders positiv erleben die Jugendlichen das Angebot an Kneipen, Imbissen und Gaststätten. Hier kann Kleinblittersdorf punkten und erzielt eine der besten Bewertungen. Ebenso schneidet die Gemeinde bei der Frage, wie gerne die Heranwachsenden in ihrem Ort leben, überdurchschnittlich gut ab. Kritik üben die Jugendlichen vor allem an den Einkaufsmöglichkeiten und dem ÖPNV. Dementsprechend wünschen sie sich ein besser ausgebautes Bus- und Bahnnetz ebenso wie mehr Geschäfte, insbesondere Kleidergeschäfte, in der näheren Umgebung. Nach Ansicht der Befragten mangelt es der Gemeinde an Plätzen für Jugendliche und Jugendtreffs, aber auch Ferienjobs, Ausbildungsplätze sowie Möglichkeiten außerhalb von Vereinen sportlichen Aktivitäten nachzugehen.

Großrosseln erhält von den Jugendlichen die Note 3,5 zur Kinder- und Jugendfreundlichkeit. Damit belegt die Gemeinde nur einen der hinteren Plätze im Saarland insgesamt. Besonders die kulturellen Angebote für Jugendliche werden nur als ausreichend eingestuft und auch wenn die Vereinslandschaft als befriedigend bewertet wird, bildet die Note doch die rote Laterne in diesem Bereich. Besonders die Infrastruktur scheint ausbaufähig. Die Jugendlichen wünschen sich bessere Angebote des ÖPNV und Einkaufs- und Konsummöglichkeiten. Auch ein neues JUZ oder ein Jugendtreff, wo sie ihre freie Zeit verbringen können, steht auf der Wunschliste. Außerdem vermissen die Jugendlichen Angebote an Sportmöglichkeiten auch außerhalb von Vereinen. Trotz vielen Kritikpunkten, einer schlechten Einschätzung der Freizeitmöglichkeiten wie auch der Gesamtzufriedenheit mit dem Wohnort scheint dennoch eine hohe Verbundenheit der Jugendlichen mit der Gemeinde vorhanden zu sein.

Von den Jugendlichen aus Riegelsberg wird die Kinder- und Jugendfreundlichkeit der Gemeinde insgesamt mit 3,1 bewertet. In den Ergebnissen spiegelt sich eine insgesamt positive Atmosphäre des Ortes wieder, der aber auch im Hinblick auf Modernität etwas zurückfällt. Besonders bemängelt wird insbesondere ein Defizit an kulturellen Angeboten und eines jugendgerechten Nachtlebens. Der ÖPNV in Form der Saarbahn wird besonders häufig als Fortbewegungsmittel genutzt und schneidet in der Einschätzung auch positiv ab. In den Randgebieten wird auch Kritik an den bestehenden Anbindungen geäußert sowie übergreifend auch an den Buspreisen. Riegelsberg scheint als Wohnort für junge Familien anziehend zu sein, für Jugendliche aber keine besondere Attraktivität aufzuweisen.

Die Mittelstadt Völklingen belegt mit einer Gesamtbewertung von 3,4 nur einen der hinteren Plätze. Die Jugendlichen wünschen sich mehr kulturelle Angebote in ihrem Wohnort und ein breiteres Angebot an Ferienjobs. Ebenso wollen die Heranwachsenden mehr Einkaufsmöglichkeiten und Plätze für Jugendliche, aber auch mehr Sportvereine und die Möglichkeit außerhalb der Vereine Sportangebote wahrnehmen zu können. Attraktiv ist Völklingen für die Jugendlichen vor allem wegen der Parks, der Ruhe und den Bekanntschaften. Auch erfreut sich Völklingen großer Beliebtheit bei den Jugendlichen wegen seiner Spielplätze und Vereine. Etwa die Hälfte der Befragten kann sich vorstellen auch in fünf Jahren noch im heutigen Wohnort zu leben. Die Sicherheit wird tendenziell schlechter bewertet als im Rest des Saarlandes insgesamt. Vor allem Mädchen und Jugendliche mit Migrationshintergrund fordern mehr Schutz.

 

Info DingDeinDorf

Rund 3100 Kinder und Jugendliche haben sich saarlandweit an der Befragung zu DingDeinDorf beteiligt. Trotz dieser hohen Rückmeldequote sind die Ergebnisse zwar aussagekräftig aber nicht repräsentativ. Der Landesjugendring will mit den vergebenen Noten kein Ranking der jugendfreundlichsten Städte im Saarland aufstellen, denn jeder Ort, jede Gemeinde und jede Stadt ist ein Fall für sich. Durch die unterschiedlichen Historien, z.B. durch ehemalige Bergbauregionen oder aber eher landwirtschaftlich geprägte Gegenden, ist im Saarland kein Dorf wie das andere.


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